Zu allererst wird das Fahrzeug in die Grossbaugruppen zerlegt
(Rahmen, Motor und Getriebe, Achsen, Karosse, Tank,...) um anschliessend
Achsen und Rahmen zu reinigen. Zunächst werden dann die
Achsen überarbeitet:
- Naben mit innenbelüfteten Scheiben und Bremssätteln
aus dem neueren Rocky und einer Differentialsperre (evtl. Offrotec),
sowie mit einem Ring verstärkte Antriebswellengelenke an
der Vorderachse
- Ankerplatten aus dem Rocky (Handbremse auf die Hinterräder
wirkend) und eine kostengünstige automatische Differentialsperre
(Detroid-Locker, vertrieben von der Firma Power-Trax) an der
Hinterachse
Beide Achsen werden auf die kürzere 4,777:1 Übersetzung
aus dem F20/F25 geändert, um grössere Reifen montieren
zu können.
Um nun das Fahrgestell bewegen zu können, werden die Achsen
am Rahmen befestigt. Für mehr Bodenfreiheit verwende ich
hierfür das Komplettfahrwerk der Firma Ironman aus Australien
(vertrieben von Allrad Keba), was etwa 7cm an Höhe bringen
soll.
Als nächstes wird das Herz implantiert:
Hier findet ein Rocky F70/F75 Turbodiesel inkl. 5-Gang-Getriebe
Verwendung. Ob es der Motor mit Intercooler sein wird, hängt
von den Platzverhältnissen ab, aber wenn er passt bringt
der "kleine" Motor mit den 88/91 PS ca. 30% mehr Drehmoment
und der Intercooler-Motor mit 102 PS ca. 40 % mehr.
Als schönes extra bekommt mein Dai jetzt noch eine Karosserie.
Und die soll aus Gfk sein. Aufgrund der langen Lieferzeiten
wird diese schon vor dem Beginn mit Projekt bestellt werden
müssen. Der Bremskraftverstärker wird ebenfalls gegen
den des Rocky getauscht, damit ist dann die komplette Bremsanlage
installiert und es gibt weniger Probleme beim Platz und beim
TÜV.
Wie es sich für ein echtes Kult-Auto gehört wird
-wie rechts zu sehen- meine Eigenbau-Seilwinden-Stossstange(?)
inkl. Seilwinde angebaut. Ketten anstatt der Türen und
eine Anhängekupplung sind ein MUSS.
Ich habe mich für Reifen der Grösse 255/85 R16 BFG
MT (für die Strasse) und 33x10,5 R15 Simex Jungle Trecker
II (für´s
Gelände) entschieden.
Als Seilwinde wird wohl eine elektrische Warn- oder Ramsey-Winde
zum Einsatz kommen. Eleganter und professioneller wäre
eine hydraulische Ramsey-Winde mit einer ans Getriebe geflanschten
Hydraulikpumpe (Firma Power-Trax s.o.). Diese Lösung ist
aber sehr teuer, wenn man die Winde selten braucht.
Für´s Wochenende kann dann hinten ein Dachzelt auf
die Oberkante der Karosserie geschaubt werden. Das erhöht
den Schwerpunkt nicht und darunter ist Patz für´s
Gepäck.
Wer ein Fernreisefahrzeug aufbauen möchte, kann meine
Ideen auch in einem F55/65 Pick Up umsetzen. Dieser hat 800kg
Zuladung und eine Anhängelast von 2385 kg.