| Messe
/ Holzhacker Trophy 2009
Es war mal wieder soweit. Vier MSC Lägerdorfer ( A-Jörn/
B-Jörn/ Alex und Yvonne) brachen am Mittwoch den 10.06. auf:
Ziel war die Off Road Messe in Bad Kissingen (Bayern 600KM ), mit anschließender
Weiterfahrt nach Asbach ( Baden-W. ) zur diesjährigen Holzhacker-Trophy.
Gesagt, getan. Um 10.00 Uhr ging es mit Jörn´s T4, Autotrailer
und Alex´ neu aufgebauten Range Rover V8 los. Wir hatten alles dabei,
ausser Ersatzunterhosen / Socken und Helme (....nä Alex !!! ).
Abends gab´s zusammen mit Jörn´s Eltern ( die grade aus
Italien kamen ) dann endlich kalte Getränke und lecker Grillfleisch.
Je später der Abend, desto voller die Gäste ( oder wie war das
.... ? ) Unter unseren Gästen waren unter Anderem Rendsburger die
gegenüber von uns ihr Camp hatten und 2 Mädels aus dem fernen
Südafrika.
Am nächsten morgen ging es dann mehr oder weniger motiviert ( da
beziehen wir uns auf Alex und Björn, die erst um 6.00 Uhr wieder
aus der Disco kamen ) zur Messe.
Das Wetter spielte leider nicht, aber man kann ja nicht alles haben. Dementsprechend
war es diesmal ein kurzes Gastspiel auf der Messe. Sachen packen und weiter
nach Asbach.
Erster Einsatz für den Range Rover schon auf der Camp Area. Bestanden?
T4 sauber vom nassen Acker gezogen.
Donnerstagabend nach einer ca. 200 KM Tour Ankunft im Gelände des
MSC Asbach. Grillen mit Peter und Ute in unserem kleinen „nordischen“
Camp.
Am Freitag um 14.00 Uhr war dann der grosse Auftritt Alex´s Range.
10 Runden waren zu fahren in 4 Std. Gestartet wurde im Abstand von 2 Minuten
in 2er Teams. Die Wertung der Fahrzeuge jedoch war einzeln.
Alex ging als Sieger des Starts hervor, kam aber trotz super Durchhaltevermögen
nicht im-mer klar! Schuld daran war eine nicht funktionierende Differentialsperre
an der Vorderachse. Während fast alle anderen einen schlammigen Hügel
mit Sperre, Gripp, und viel Gas hoch-kamen, musste sich Alex mit seinem
Beifahrer Peter jedes Mal mühsam mit der Seilwinde hochwinchen. Trotzdem:
alle 10 Runden geschafft, Auto gut durchgehalten.
Am nächsten Tag ging es in die verschieden Trophysektionen. 5 Stück
an der Zahl, und die hatten es mächtig in sich. Hier erwischte es
doch den einen oder anderen schlimmer. Ein Paar Umkipper und einen bösen
Überschlag für das Team „Fräser“. Alex und
Peter fuhren trotz kleiner Kommunikationsprobleme souverän durch
die Sektionen. Leider erwischten die beiden das eine oder andere Trassenband,
was leider viel Zeit kostet.
Egal, Augen zu und durch. Letzte Sektion viel der Range dann leider aus.
Defekt mit der Seilwinde. Hier hatte es keinen Sinn diese Sektion mit
Gewalt zu beenden.
Alex: „ Der Range läuft gut. Sperre und Beifahrerkommunikation
klar machen, bissel Fahrwerk einstellen, und nächstes Mal fahren
wir in der vorderen Hälfte mit. Aber du darfst nicht immer so viel
Sachen vergessen und irgendwelche Bordkarten in den Müll schmeissen
!! „
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Reifenfolterungen,
Seilwindenhärtetests und Fahrwerksgrenzbelastungen
Wer zur Steinbeisser-Trophy nach Langenaltheim fährt, der weiß
normalerweise worauf er sich einlässt. Alex und ich waren aber auf
das, was uns am 6. und 7. April 2006 in Bayern erwartete nicht vorbereitet.
Alles hatten wir in Betracht gezogen – aber nicht strahlenden Sonnenschein.
Wo sollten wir jetzt hin mit unseren Planen und Decken, den Sturmleinen
für´s Zelt und dem ganzen anderen Schnickschnack, den man bei
Minusgraden, Regen und Sturmböen auf der Alm braucht? Etwas froh
waren wir dann doch: als wir am Donnerstagabend nach den 750 km Fahrt
im Zelt lagen waren es um die Null Grad!
Um uns am nächsten Morgen wieder aufzuwärmen, beschäftigten
wir uns mit dem Vorbereiten des Rovers. Den einen Gurt da hin, die Umlenkrolle
hier hin, usw. …
Nach der Fahrzeugabnahme - was hauptsächlich die Kontrolle des Beklebeplans
der Sponsorenaufkleber bedeutete - starteten wir sofort zum Prolog. Der
Prolog war ein ca. 200m langer Kurs mit Zeitwertung, der über die
Startreihe im anschließenden Rundkurs entschied.
Mit leider zweimaligen zurücksetzten (riesiges Auto) starteten wir
aus Reihe fünf. Zehn gab es, mit je sechs Fahrzeugen. In Minutenabständen
wurden die Renner auf die Reise geschickt. Zehn Runden und dreimal eine
„extra Tour“ mit Windeneinsatz galt es in vier Stunden zu
absolvieren. Mit verschlammtem Kühler erreichten in etwas über
eineinhalb Stunden wir das Ziel und Platz 18. Allein ich zählte im
Camp vier Reifendefekte. Wir selbst hatten nur mit losen Schrauben und
dem Adrenalinüberschuß zu kämpfen.
Der Samstag startete mit einem lustigen Spiel. Der Veranstalter gab einen
„Le Mans“ Start bekannt, bei dem man nur mit Schritttempo
losfahren durfte. Nach dem ersten Gelächter ging es auch schon los:
Sieben Sektionen in bestimmter Reihenfolge und drei Sektionen freiwählbar
waren zu befahren. Durch die sehr im Platz beschränkte Streckenführung
blieb meist nichts anderes übrig, als sich hinten einzureihen. Trotzdem
gelang es uns geschickt ein wenig Zeit durch die frei wählbaren Sektionen
zu sparen. Diese erwiesen sich als sehr einfach und fast mit einem Serienfahrzeug
zu bewältigen, wohingegen andere Sektionen mit einer Steigung von
etwa 70°!!! nur mit einer einwandfrei funktionierenden Seilwinde zu
meistern waren. In unserer drittletzten Sektion versagte die Seilwinde,
was uns mindestens eine halbe Stunde kostete. Mit der Hilfe der Mitstreiter
gelang es uns das Monster aus der Sektion zu schleppen. In der letzten
Sektion konnten wir uns auf die Hilfe eines Jeep-Fahrers verlassen, der
uns trotz einer defekten Bremsanlage noch den Berg hochzog.
In unserem Eifer bemerkten wir nicht, dass kurz vor uns auf dem Zielhang
ein Suzuki abschmierte und sich mehrfach überschlug. Es ist nur dem
Überrollkäfig zu verdanken, dass den Insassen nichts passierte.
Der herbeigerufene Notarzt half der Frau des Fahrers, die zuschaute, einen
Schock erlitt und behandelt werden musste. Die Polizei, die mit anrückte,
beendete die Veranstaltung alsbald.
So erlangten wir mit dem Range Rover V8 den 19. von 59 Plätzen und
feierten dies bis früh in den Morgen, die 750 km Rückfahrt völlig
außer acht lassend.
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